Druckmuseum
Wenn man Kollegen wie Helmut Kohlbrenner und Peter Iwers hat, kann es nur ein spannender Nachmittag im Druckmuseum werden. So war es auch am 10.10. Selbstgebackene Torten und Neuestes aus dem Graphischen Gewerbe machten am Kaffeetisch die Runde. Aus Kiel, Plön und Neumünster kamen unsere Teilnehmer. Viel wurde auch über ver.di geschludert. Der Zusammenhalt ist unsere jahrzehntelange solidarische Zusammenarbeit. Unter der Traditionsfahne des Verbandes deutscher Buchdrucker erläuterte Helmut Kohlbrenner das von den Winzern übernommene Kniehebelprinzip der ersten Druckpressen. Danach ging es in die Handsetzerei. Bleisatz ist das Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Buchdruck. Einzelne Lettern (Einzelbuchstaben), die aus Blei-Zinn-Antimon-Legierung gegossen sind, werden zu einer Seite zusammengesetzt. Nach dem Drucken kann diese Seite wieder zerlegt („abgelegt“) und die Lettern wieder verwendet werden. Maschinensatz mit gegossenen Zeilen, wie ihn die Linotype, wird nach der Nutzung wieder eingeschmolzen und neu gegossen. Ein Leucht- oder Montagetisch wurde als nächstes erklärt. Druckbogen haben immer mehrere Seiten. Hier muss der Drucker fachgerecht ausschiessen können. Als Ausschießen bezeichnet man in der Druckersprache das fachgerechte Anordnen der einzelnen Seiten (bzw. Elemente) in einer Druckform, die mehrere Nutzen. Interessant zu hören war wie die Buchproduktion früher ablief und heute (..über große Kopierer..) Weiter ging es zum Drucksaal. Wo früher die Lehrlinge schuften mussten, war jetzt der Gewerkschaftssekretär dran. Ist halt auch Buchdrucker, einer der letzten seiner Zunft. Ob Arbeit am OHT oder Gally, Helmut kann alle Maschinen bedienen, zeigt eine Bildprägung und wie ein Vierfarbdruck entsteht. Schade für alle, die dies verpasst haben.